Telefonische Reanimationsunterstützung (T-CPR)

Bereits Anfang des Jahrtausends ging die (damals noch) RLSt Fürstenfeldbruck erste Schritte, um

Anrufer bei lebenswichtigen Wiederbelebungsmaßnahmen am Telefon zu unterstützen.

Inzwischen ist es zum bayernweiten Standard geworden, mittels schematischer Abläufe und eines
entwickelten Algorithmus den größtmöglichen Erfolg bei Wiederbelebungsmaßnahmen zu erreichen. Die Telefonische Reanimationsunterstützung T-CPR (CardioPulmonale Reanimation) ist fester Bestandteil der Disponentenausbildung an der Integrierten Lehrleitstelle der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried und wird auch bei uns durch lokale Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in regelmäßigen Abständen auf dem neuesten Stand gehalten.

Sobald unsere Disponenten/innen durch gezielte Fragen festgestellt haben, dass der/die Patient/in bewusstlos ist und bei ihm/ihr ein Atemstillstand oder sogenannte ‚Schnappatmung‘ vorliegt, bekommt der/die Ersthelfende eine direkte Anleitung zur korrekten Durchführung einer Herzdruckmassage, die im weiteren Verlauf des Telefonates optimiert wird, wie zum Beispiel durch
Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED).

Ziel ist es, möglichst schnell mit einer Herzdruckmassage zu beginnen, um das sogenannte ‚behandlungsfreie Intervall‘ bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, zu verkürzen.
Hierbei unterstützen uns auch zahlreiche ehrenamtlich organisierte First-Responder- und ‚Helfer vor Ort‘-Einheiten im gesamten Leitstellengebiet.

Die T-CPR soll keineswegs angebotene Erste-Hilfe-Kurse ersetzen, sondern diese sinnvoll ergänzen!

Im Durchschnitt werden in der ILS Fürstenfeldbruck pro Monat ca. 15-20 Anrufende nach Abfrage der Parameter mittels T-CPR angeleitet. Konkrete Zahlen werden momentan zentral bayernweit erhoben, im Laufe des Jahres ausgewertet und dann über http://www.t-cpr-bayern.de/ , das T-CPR Portal des ÄLRD Bayern veröffentlicht.

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Endgültige Entscheidung für den Betreiberwechsel zum 01.01.2020

Am Donnerstag den 17.10.2019 hat der Kreistag Fürstenfeldbruck in seiner Sitzung den einstimmigen Beschluss gefasst, dass der bisherige Betreibervertrag zum 31.12.2019 aufgelöst wird.

Somit steht fest, dass der ZRF-FFB ab 01.01.2020 die Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS-FFB) nicht nur errichtet, sondern auch betreibt.

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Neubau ILS und Übernahme des Leitstellenbetriebes zum 01.01.2020

In der Verbandsversammlung des ZRF am 27.03.2019 wurde überraschenderweise beschlossen, die neue Integrierte Leitstelle Fürstenfeldbruck (ILS) durch den ZRF selbst errichten zu lassen. Bis zum 27.03.2019 war der Landkreis Fürstenfeldbruck für die Errichtung und den Betrieb der neuen Integrierten Leitstelle zuständig. Aktuell ist er nur noch für den Betrieb der Integrierten Leitstelle verantwortlich.

Diese Trennung von Errichtung und Betrieb einer Integrierten Leitstelle gab es bisher im bayerischen Leitstellenbetrieb nicht. Alle Betreiber von Integrierten Leitstellen haben diese auch selbst errichtet. Wenn schon der ZRF mit der Errichtung der neuen Integrierten Leitstelle Fürstenfeldbruck beauftragt wurde, soll konsequenterweise auch die Betreiberschaft wieder zurückübertragen werden, um dem originären Auftrag des Art. 3 Abs. 2 Satz 1 ILSG Rechnung zu tragen (siehe oben).

Daher beschloss die Verbandsversammlung des ZRF am 30.07.2019 in nichtöffentlicher Sitzung die zukünftige Betreiberschaft an den ZRF zu übergeben.

Der Kreisausschuss des Landkreises Fürstenfeldbruck (bisheriger Dienstherr der Mitarbeiter) hat dem Betriebsübergang zum 01.01.2020 bereits zugestimmt. Die endgültige Entscheidung wird vom Kreistag am 17.10.2019 erwartet. 

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Neuer RTW Standort Reichling (LL) – im Probebetrieb

Bei strahlendem Sonnenschein ging am 15.06.2017 um 8 Uhr der Rettungswagen (RTW) des BRK Landsberg in Reichling in Betrieb. „Der Rot Kreuz Reichling 71/1 ist einsatzklar bis 20 Uhr.“, mit diesem Funkspruch an die Leitstelle nahm die RTW Besatzung, Rettungssanitäter Edgar Linder und der Leiter Rettungsdienst des BRK Landsberg, Christian Haberkorn, das Fahrzeug in Betrieb.
Reichlings Bürgermeisterin Margit Horner-Spindler, übergab ein Kreuz zur Eröffnung an das BRK. Sie erinnerte an die Gründung des Helfer-vor-Ort durch das BRK vor knapp 20 Jahren in Reichling und dankte den langjährigen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die nun werktags Unterstützung durch den Rettungswagen bekommen. Landrat Thomas Eichinger, freute sich ebenfalls über den neuen Rettungswagen-Standort. „Damit konnte nun eine Lücke in der rettungsdienstlichen Versorgung im südlichen Landkreis Landsberg geschlossen werden.“, so Eichinger. BRK-Kreisvorsitzender Alex Dorow und BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner konnten zahlreiche Gäste zur Eröffnung begrüßen. Neben vielen Bürgermeistern aus den umliegenden Gemeinden, die im Einsatzgebiet des neuen RTW liegen, waren auch zahlreiche Vertreter der Leitstelle, von Feuerwehr, Polizei und den zuständigen Behörden vertreten. Vom BRK Landsberg waren viele haupt-und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer vom Rettungsdienst, der Bereitschaft und der Wasserwacht gekommen, dazu die Vertreter des BRK-Vorstands.
Nachdem das Einsatzgebiet von Schongau bis Landsberg und von Dießen bis ins Fuchstal reicht, nahmen auf Vertreter des BRK Schongau und der Leitstelle Oberland an der Eröffnung teil.
Die Eröffnung wurde feierlich umrahmt von der Blaskapelle Reichling. Während die Eröffnungsfeierlichkeiten mit einem Weißwurstfrühstück ausklangen, musste der Rettungswagen um 8.56 Uhr zu einem ersten Einsatz nach Leeder ausrücken.
Der Rettungswagen ist täglich von 8-20 Uhr in Betrieb, Sonntag von 9-21 Uhr und wird durch haupt- ­und ehrenamtliche Rettungsdienst-Mitarbeiter des BRK Landsberg besetzt.

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Neuer RTW Standort Geiselbullach (FFB) im Probebetrieb

Im Notfall kann es um Minuten oder gar Sekunden gehen. Um eine bessere absicherung in der Region zu erreichen, betreibt die Firma Aicher im Auftrag des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Fürstenfeldbruck (ZRF-FFB) eine neue Rettungswache in Olching.

Am Freitag den 01.06.2018 ging pünktlich um 9:00 Uhr mit der Klarmeldung gegenüber der Leitstelle Fürstenfeldbruck der neue Standort in Betrieb. Dieser befindet sich im Gewerbegebiet Geiselbullach und ist täglich von 9:00 Uhr bis 21:00 Uhr besetzt. Von dort ist ein schneller Einsatz für das Stadtgebiet Olching sowie auch für die Bereiche Dachau und Fürstenfeldbruck sichergestellt.

Erstmalig wird ein Standort im ILS Bereich Fürstenfeldbruck (DAH, FFB, LL, STA) von einem privaten Anbieter besetzt. Die von der Übernahme der „Wiesnwache“ bekannte Firma AICHER GROUP GmbH & Co. KG betreibt den neuen Standort.

Notwendig ist dieser geworden, da in diesem Bereich die Einsatzzahlen aufgund des Bevölkerungswachstums und der Verkehrsdichte angewachsen sind. Daher wurde außerhalb der fünfjährigen Regelbetrachtung der Bereich vom Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) statistisch ausgewertet und ein zusätzlicher RTW für notwendig erachtet. Der Standort ist bis zur Regelbetrachtung im Jahr 2019 im Probebetrieb.

Bildbeschreibung: (v.l.) Konrad Franz und Martin Stumpferl haben die erste Schicht am neuen Standort übernommen.

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