Telefonische Reanimationsunterstützung (T-CPR)

Bereits Anfang des Jahrtausends ging die (damals noch) RLSt Fürstenfeldbruck erste Schritte, um

Anrufer bei lebenswichtigen Wiederbelebungsmaßnahmen am Telefon zu unterstützen.

Inzwischen ist es zum bayernweiten Standard geworden, mittels schematischer Abläufe und eines
entwickelten Algorithmus den größtmöglichen Erfolg bei Wiederbelebungsmaßnahmen zu erreichen. Die Telefonische Reanimationsunterstützung T-CPR (CardioPulmonale Reanimation) ist fester Bestandteil der Disponentenausbildung an der Integrierten Lehrleitstelle der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried und wird auch bei uns durch lokale Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in regelmäßigen Abständen auf dem neuesten Stand gehalten.

Sobald unsere Disponenten/innen durch gezielte Fragen festgestellt haben, dass der/die Patient/in bewusstlos ist und bei ihm/ihr ein Atemstillstand oder sogenannte ‚Schnappatmung‘ vorliegt, bekommt der/die Ersthelfende eine direkte Anleitung zur korrekten Durchführung einer Herzdruckmassage, die im weiteren Verlauf des Telefonates optimiert wird, wie zum Beispiel durch
Einsatz eines automatisierten externen Defibrillators (AED).

Ziel ist es, möglichst schnell mit einer Herzdruckmassage zu beginnen, um das sogenannte ‚behandlungsfreie Intervall‘ bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes, zu verkürzen.
Hierbei unterstützen uns auch zahlreiche ehrenamtlich organisierte First-Responder- und ‚Helfer vor Ort‘-Einheiten im gesamten Leitstellengebiet.

Die T-CPR soll keineswegs angebotene Erste-Hilfe-Kurse ersetzen, sondern diese sinnvoll ergänzen!

Im Durchschnitt werden in der ILS Fürstenfeldbruck pro Monat ca. 15-20 Anrufende nach Abfrage der Parameter mittels T-CPR angeleitet. Konkrete Zahlen werden momentan zentral bayernweit erhoben, im Laufe des Jahres ausgewertet und dann über http://www.t-cpr-bayern.de/ , das T-CPR Portal des ÄLRD Bayern veröffentlicht.